Regionalanästhesie

​Regionalanästhesie (Teilnarkose)
Bei Regionalanästhesien für operative Eingriffe wird die Schmerzempfindung durch eine vorübergehende Blockade der Nerven durch Lokalanästhetika unterbrochen, sodass Sie keinerlei Schmerzen verspüren können. Nach der Operation klingt die Wirkung des Lokalanästhetikums innerhalb weniger Stunden wieder folgenlos ab.

Der große Vorteil einer Regionalanästhesie besteht in der gezielten Ausschaltung einzelner Körperbereiche, sodass dies durch die deutlich geringere körperliche Belastung eine günstige Alternative vor allem für bereits belastete Patienten darstellt. Zur Ablenkung können Sie dabei entweder in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden oder aber Musik über Kopfhörer hören. Einzelne Formen der Regionalanästhesie sind z.B:
 
Spinalanästhesie
Bei der Spinalanästhesie wird ein örtliches Betäubungsmittel in den mit Nervenflüssigkeit gefüllten Raum der (Lenden-)wirbelsäule (Liquorraum) eingespritzt. Die verabreichten Medikamente verteilen sich gemäß Menge und Körperlagerung im Liquorraum und betäuben die Nervenbahnen. Kurz nach Verabreichung wird ein Wärmegefühl im Becken, Gesäß oder Beinen verspürt, dann werden die betroffenen Bereiche gefühlslos und können auch nicht oder nur noch wenig bewegt werde. Die Wirkdauer beträgt je nach Bedarf 1-8 Stunden. 


Periduralanästhesie 
Die Periduralanästhesie (PDA) wird hauptsächlich zur Schmerzunterdrückung bei thoraxchirurgischen Eingriffen  angewendet, weitere Informationen finden sie hier
 
 
Periphere Nervenblockaden
Regionalanästhesien an Schultern, Armen und Beinen werden als periphere Nervenblockaden bezeichnet, hier wird ein Nervengeflecht (Plexus) gezielt mittels elektrischer Stimulation oder Ultraschall aufgesucht und punktgenau mit Lokalanästhetikum umspült. Diese Techniken erlauben es mit möglichst wenig Lokalanästhetikum einen maximalen Effekt zu erzeugen.
Letzte Aktualisierung: 20.06.2016