Risikominimierung und PatientInnenzufriedenheit im Vordergrund ...

Anästhesiologie in der Augenheilkunde

Bereichsleitende Oberärztin:
Drin. med. univ. Ursula Prassel
 
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Breites Spektrum, hohe Fallzahlen, maximale Sicherheit
 
Augenoperationen werden bei Patienten aller Altersgruppen durchgeführt – vom  Säugling in den ersten Lebenswochen bis zum hochbetagten Alterspatienten. Prinzipiell bieten sich am Auge zwei Möglichkeiten an um eine Schmerzfreiheit während der Operation zu erreichen:
  • die örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) und
  • die Narkose (Allgemeinanästhesie).
An der Univ.-Augenklinik Graz werden im Jahr durchschnittlich 6000 Patientinnen und Patienten operativ versorgt, davon circa 80% in Lokalanästhesie und 20% in Allgemeinanästhesie. Täglich sind fünf AnästhesistInnen beschäftigt um eine optimale PatientInnenversorgung zu gewährleisten. Wir betreuen zwei präoperative Ambulanzen, drei aseptische Operationssäle sowie einen postoperativen anästhesiologischen Aufwachraum, der unter der Nachsorge der Anästhesiepflege steht.
 
Individuelle Vorbereitung auf Ihren Eingriff
 
In der präoperativen Ambulanz stellen sich die Patientinnen und Patienten mit den erforderlichen Befunden vor. Das Narkoserisiko und die Narkosefähigkeit werden beurteilt sowie die Narkoseart festgelegt und besprochen. Eine unserer Anästhesieambulanzen steht ausschließlich für tagesklinische Kataraktpatientinnen und Kataraktpatienten zur Verfügung (bis zu 25 Patienten pro Tag), die Zweite ist den geplanten stationären Patientinnen und Patienten vorbehalten.
 
Schmerzfreiheit durch verschiedene Verfahren
 
In der Augenchirurgie wird der Lokalanästhesie (Retro – Peribulbärblockade, Tropfanästhesie, Infiltrationsanästhesie) der Vorzug gegeben. Diese bietet sich einerseits aufgrund der Kürze mancher Eingriffe an, andererseits können besonders Alterspatientinnen und Alterspatienten mit zahlreichen Grunderkrankungen risikofreier operiert werden.
 
Eine Allgemeinanästhesie wird bei langen Eingriffen am hinteren Augenabschnitt, bei Schieloperationen, bei perforierenden Augenverletzungen, bei Enukleationen und bei nicht kooperativen Patientinnen und Patienten vorgenommen. Selbstverständlich wird auch auf Wunsch und bei Kindern aller Altersstufen eine Allgemeinanästhesie durchgeführt. 
 
Operation und Nachbetreuung
 
In den drei aseptischen Operationssälen werden täglich alle Patientinnen und Patienten anästhesiologisch betreut. Auch bei Operationen in Lokalanästhesie – wobei vorwiegend eine  Retro    Peribulbärblockade (Schmerzblockade hinter dem Augapfel) gesetzt wird, ist ein Anästhesieteam anwesend. Es erfolgt die kontinuierliche Überwachung der Vitalfunktionen, d.h. Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung und Sauerstoffsättigung werden kontrolliert und bei Bedarf wird regulierend eingegriffen.
 
Nach dem operativen Eingriff werden alle Patientinnen und Patienten, die in Allgemeinanästhesie operiert wurden sowie Patientinnen und Patienten mit bestehenden schweren Grunderkrankungen im anästhesiologischen Aufwachraum von der Anästhesiepflege betreut. Erst wenn die Patientin oder der Patient schmerzfrei und kreislaufstabil ist, wird  sie oder er in das Stationszimmer entlassen. 
    Letzte Aktualisierung: 18.08.2016